Tätigkeitsbericht 2018

Organisatorisches

Auch dieses Jahr haben wir wieder von den Krankenkassen und vom Gesundheitsamt, wie schon seit Jahren in Folge, Förderung für die SHG SEGEL erhalten. Seit nunmehr 12 Jahren ist es uns  wiederholt gelungen, zu überzeugen und den sehr genauen Kassenprüfungen der Träger stand zu halten. Damit zeichnen sich unsere Selbsthilfegruppen Pause und Segel durch eine besonders lange Beständigkeit aus. Für unser Projekt Genesungsbegleitung konnten wir auch dieses Jahr beim LVR eine Förderung von 2700,- €, incl. 500,- € für das Projekt “Wir holen Sie ab“ erhalten.

Laufende Vereinsarbeit

Im Jahr 2018 haben wir uns weiter schwerpunktmäßig mit der persönliche Begleitung von Personen in schweren Lebenskrisen beschäftigt. Das Projekt „Wir holen Sie ab“ haben wir im kleineren Rahmen weitergeführt. Leider konnten wir keine neuen Bürgerhelfer gewinnen. Eine interessierte Ehrenamtlerin, musste leider unerwartet, einen längeren Auslandsaufenthalt antreten. Nach wie vor sind Helfer händeringend gesucht. Die laufende Vereinsarbeit wurde weiter in unseren langjährig etablierten wöchentlichen Telefonkonferenzen und weiteren Arbeitstreffen koordiniert. Immer wieder finden Menschen, die Alternativen suchen und einfach andere Wege gehen wollen Anschluss an unsere Selbsthilfegruppen und fühlen sich persönlich und kompetent beraten.

Krisenbegleitung: Wir (Bärbel, Claudia,  Karolin + Bürgerhelfer) haben wieder ca. 12 Personen in der Krise begleitet und dabei geholfen Kriseneskalationen abzuwenden und neue Formen des Selbstmanagements zu erarbeiten, um die Entwicklung neuer Krisen besser abzuwenden. Telefonate, Besuche, Begleitung bei Behördengängen und Klinikbesuche gehören dabei zu  unseren Aufgaben. Das vorrangige Ziel Krisensituationen zu vermieden oder deutlich zu verkürzt, konnte sehr häufig erreicht werden. Der Trend der Zeit zeigt sich in der höheren Fluktuation sowohl in der Beratung als auch in den Selbsthilfegruppen. Die Bereitschaft regelmäßig in einer Gruppe mitzuarbeiten ist allgemein geringer geworden. Daher wechseln Hilfesuchende und Teilnehmer häufiger als das in den Jahren zuvor der Fall war.

Unser „Kummer-Telefon“ war wieder Anlaufstellefür viele Menschen in Krisensituationen, denen wir in diversen, intensiven Gespräche stabilisierend und motivierend zur Seite stehen konnten.

Wir arbeiten inzwischen schon langjährig im engen Kontakt mit der „Kontaktstelle für Psychiatrie-Erfahrene“ des LPE Landesverband Psychiatrieerfahrener ( www.lpe-nrw.de). Frau Lorenz. nimmt als Beirat zeitweilig an den monatlichen Sitzungen in der Anlaufstelle Rheinland Teil.

Die Mitarbeit beim BPE ( Bundesverband für Psychiatrieerfahrene ) und die Teilnahme an der Arbeitsgruppe Netzwerk01 mussten wir aus Zeitgründen etwas einschränken, sind aber weiterhin im guten Kontakt.

 

 SH-Gruppen

 Segel (Seelische Gesundheit Leben)

Mit viel persönlichem Engagement haben wir die SHG Segel auch im Jahr 2018 mit neuen interessanten Techniken und Denkanstößen begleitet. Die Fördergelder vom Gesundheitsamt und von den Krankenkassen haben wir u.a. sinnvoll für die Anschaffung von Materialien zur Tiefenentspannung und in die Erweiterung unserer Fähigkeiten investiert. Themenschwerpunkte dieses Jahr waren: „Frühwarnzeichen früh erkennen und ihnen schnell sinnvoll begegnen.“ und „Mit Medikamenten wirklich sinnvoll umgehen“.Eine genaue Beschreibung über die Ziele und die Arbeitsweise der Gruppe finden Sie unter www.woge-verein.de.Die SHG trifft sich einmal monatlich am 2ten Donnerstag im Monat. Die SHG Segel besteht seit 2007.

 GeBe (Genesungsbegleitung gegenseitig)

Die von Frau Lorenz geleitete Gruppe setzt sich intensiv mit dem Thema Genesungsbegleitung auseinander. Dabei werden v.a. Strategien entwickelt um neue individuelle Wege zur Stabilisierung zu finden. Besonders soll dabei auch das Thema Stressbewältigung mit wirksamen Methoden behandelt werden. Hier liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der frühzeitigen Erkennung von Stressentstehung und der gezielten Unterbrechung von alten Mustern. Auch  immer wieder wichtig: Schulung von Achtsamkeit und liebevoller Umgang mit sich selbst. Die SHG- GeBe ist aus der Gruppe PAUSE ( Psychose, Alkoholabhängigkeit und Suchterfahrene ) hervor, die schon seit 2001 bestand. Menschen mit Doppeldiagnose (Psychose und Alkoholabhängigkeit, Sucht ) sind auch doppelt betroffen. Oft passieren Rückfalle in die Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, aber auch in die Psychose, oder gar eine Drogen induzierte Psychose. Daher ist eine SH-Gruppe mit Doppeldiagnose- Betroffenen eine besondere Herausforderung. Treffen jeden 4ten Donnerstag im Monat.

 Anlässlich unseres Projektes Genesungsbegleitung sind dort bei den Gruppentreffen auch insbesondere die (neue) Genesungshelfer willkommen, damit sie sich auf diesem Weg mit den entsprechenden Krankheitsbildern  / Verhaltensweisen von Menschen in einer psychischen Krise vertraut machen können. (Mehr dazu siehe unter Projekt Genesungsbegleitung.)

Zur Erweiterung des Angebots wurde zusätzlich eine Plattform geschaffen, die es ermöglicht, auch telefonisch an den Treffen teilnehmen zu können. Diese wird sehr gerne angenommen. Es ermöglicht auch interessierten Teilnehmern, die weiter entfernt wohnen, regelmäßiger bei der Selbsthilfe mitzuwirken.

 Frauengruppe im SPZ in 51379 Leverkusen, Karlstr.6

Um für Betroffene ein interessantes Angebot für das Wochenende zu schaffen hatte Frau Claudia Schmitz Selbsthilfegruppen in Leverkusen ins Leben gerufen. Die Frauengruppe findet an jedem 1ten Sonntag  im Monat von 15 - 19 Uhr statt. Die Gruppe wurde aus gesundheitli-chen Gründen schon letztes Jahr von Frau Astrid Klein übernommen. Für uns Alle immer noch unfassbar ist Frau Schmitz im Frühjahr 2019 verstorben. Sie hinterlässt als ganz besonderer Mensch und kreativer Geist eine ganz große Lücke und wir vermissen sehr.

Frauengruppe im SPZ in 51379 Leverkusen, Karlstr. 6

Um für Betroffene ein interessantes Angebot für das Wochenende zu schaffen hatte Frau Claudia Schmitz Selbsthilfegruppen in Leverkusen ins Leben gerufen. Momentan findet jeden 1ten Sonntag  dort eine Frauengruppe 15 - 19 Uhr statt. Die Leitung der Gruppe wurde nun Frau Astrid Klein anvertraut.

Weihnachtsfeier für Betroffene in der Anlaufstelle

Durch die Initiative von Frau Bärbel Lorenz wurde in der Anlaufstelle, Graf- Adolf-Str. 77 jetzt schon zum wiederholten Mal eine kleine Weihnachtsfeier organisierten. Einige Betroffene ohne Familienanschluss können sich dort zum gemütlichen  Beisammensein mit Knabbereien und ein wenig Besinnlichkeit treffen.

 Projekte

Projekt „Selbsthilfe als Partner und Motor“ 

Mitarbeit beim BApK ( Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen ) und Betreuung des Projektes “Selbsthilfe als Partner und Motor” welches vom Bundesministerium für Gesundheit  finanziell gefördert wird, mit dem Ziel eine bessere Kommunikation unter den gesamten Gruppierungen (Selbsthilfegruppen, Vereine, Institutionen und Organisationen ) zu ermöglichen. Damit soll die Selbsthilfe unterstützt werden, aus ihrem Schattendasein herauszukommen. In einem Newsletter werden alle interessanten Informationen und Termine regelmäßig versandt. Diese Mitarbeit wird durch die wertvolle Arbeit von Frau Riemenschneider ermöglicht.

Schulprojekte:

2 mal im Jahr halten Frau Riemenschneider und Frau Lorenz eine ca. 5 stündige Schulung an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Uniklinik zu Köln.( Psychiatrie ) ab. Dabei können die Schüler  für sie wichtige Fragen zu stellen und erhalten die Möglichkeit die angesprochenen Themen in einer offenen Diskussion zu vertiefen. So können sie später in ihrem Berufsalltag viele Situationen besser einschätzen und in Konfliktsituationen sinnvoller im Sinne von De-Eskalation mit den Patienten umgehen. Die beiden Referentinnen haben als Psychoseerfahrene mit langjähriger Tätigkeit in der Selbsthilfe haben einen reichen  Schatz an Erfahrungen und geben dieses Wissen gerne weiter. Der Unterrichtung macht die theoretisch gelernten Inhalte einfach viel plastischer und hautnah erfahrbar und wird von den Schülern als große Hilfe gerne und mit viel Interesse angenommen.

 Projekt Genesungsbegleitung (GB)

Das Projekt Genesungsbegleitung (Betroffene + Bürgerhelfer) wurde weiterhin eine Förderung vom LVR zu bekommen, so konnten wir unsere Arbeit fortführen und weiterhin wieder viele Menschen in Krisensituationen unterstützen s.o.

 Projekt „Wir holen Sie ab“ <-> Präventionskurs für Stress

Das Projekt „Wir holen Sie ab“ haben wir weiterhin im kleinen Rahmen begleitet. Leider fehlen uns qualifizierte Helfer, um es weiter auszubauen. Deshalb erfolgte eine Neuorientierung in Richtung Prävention. Nach den entsprechenden Fortbildungen soll nun in Form von „Präventionskursen“ mit einem vollständigen in sich schlüssigen Konzept ein neues Angebot für die Hilfe zur Selbsthilfe geschaffen werden. In den Präventionskursen werden die Betroffenen befähigt, auslösende Stressreize frühzeitig zu erkennen und mit Hilfe des dort vermittelten „Handwerkszeug“ Stress und innere Konflikte besser selbst zu bewältigen. Das Projekt befindet sich noch im Aufbau.

 

 Öffentlichkeitsarbeit in 2018

Durch die Teilnahme und Mitwirkung an vielen verschiedenen Veranstaltungen, Arbeits-gruppen und Fortbildungen und über das Verteilen von Flyern und Infomaterial machen wir immer wieder auf uns aufmerksam und versuchen den Verein WoGe e.V. weiter bekannt zu machen. Durch die Kontaktpflege  mit Institutionen und Trägern von Fördergeldern wie: Krankenkassen, Gesundheitsamt, LVR  halten wir uns nachhaltig in Erinnerung und genießen dort überwiegend einen guten Ruf. Die überdurchschnittlich lange Beständigkeit unsere Selbsthilfegruppen spricht für sich..

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