WoGe - Projekte

WoGe Projekt: Wege der Genesung

Wie können Menschen
mit schweren psychischen Erkrankungen
wieder gesund werden ?
 
Zur Situation:
Das Dogma der Unheilbarkeit von psychischen Erkrankungen wie z. B. Psychosen ist in der Psychiatrie immer noch weit verbreitet. Dennoch gibt es einige Beispiele für Menschen denen es gelingt aus eigener Kraft (z.T. auch gegen den Wiederstand der behandelnden Ärzte), ihren eigenen Weg der Genesung zu finden. Gegen diese “Verurteilung zur Unheilbarkeit” macht inzwischen Vielzahl betroffener Menschen mobil. 
 
Unsere Aufgabenstellung:
  • Wie gelingen Genesungswege = Wege aus der Krise?.
  • Wie können wir die Erfahrungen erfolgreicher Genesungswege für andere betroffene Menschen erfahrbar machen und vermitteln?

WoGe Projekt: “Wir holen Sie ab”

Aktuelle Situation:

Nach einem längeren stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung fällt vielen Menschen mit psychischen Erkrankungen der Übergang in das „normale Leben“ schwer. Oft sind sie wieder mit den gleichen Situationen und Konflikten konfrontiert, mit denen sie vorher auch schon Probleme hatten. Alt gewohnte Verhaltensweisen führen zu emotionalen Eskalationen. Einige sind durch die Erlebnisse in ihrer Erkrankung völlig „aus dem Leben geworfen“, haben große Schwierigkeiten, sich neu zu orientieren oder sind auch in Folge von Medikamentennebenwirkungen stark antriebsgemindert, so dass sie mit den Anforderungen ihres Lebens nicht zurecht kommen.

Eine erneute stationäre Behandlung scheint unabwendbar. Es entwickelt sich die sogenannte „Drehtürpsychiatrie“ mit Patienten, die immer wieder stationär behandelt werden „müssen“.

  Projekt: „Wir holen Sie ab“

Wir wollen diesen Menschen einen persönlichen „Genesungsbegleiter“ zur Seite stellen, der Sie in der Übergangszeit unterstütz. Je nach Wohnort des Betroffenen wird der Kontakt zu möglichst ortsnahe wohnenden Helfern vermittelt Die Helfer besuchen die Betroffenen, begleiten sie bei Bedarf bei Arztbesuchen und Behördengängen und halten immer wieder telefonisch Kontakt. Ziel ist es: Selbstwertstützend, ermutigend, ressourcenfördernd und v.a. auch deeskalierend zu unterstützen. Es sollen Kontakte gefördert werden, die dem Betroffenen helfen, sich ein soziales Netzwerk aufzubauen, so z.B. der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe. Dazu können wir auch die von uns betriebenen Selbsthilfegruppen SeGel und GeBe anbieten.

Unser Helferteam soll bestehen aus: Psychiatrieerfahrenen, die in der Selbsthilfe ihre eigenen Erfahrungen auf ihrem Genesungsweg weitergeben sowie aus Bürgerhelfern (Laienhelfern), die in teilweise ehrenamtlicher Betätigung mitwirken möchten und aus Menschen in Sozialberufen wie z.B. Sozialpädagogen, die nach der Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln möchten. Alle Helfer werden von uns psychologisch geschult, haben feste Ansprechpartner zu ihrer Unterstützung und Supervisionsmöglichkeiten in unserem Netzwerk.

Das Projekt soll durch Flyer im Postkartenformat bekannt gemacht werden, die in den entsprechenden psychiatrischen Einrichtungen ausgelegt werden.
 

Zielgruppe:

Das Projekt „Wir holen sie ab“ richtet sich an Psychiatriepatienten, die wieder im Leben ankommen möchten und dabei Unterstützung brauchen. Insbesondere sprechen wir Menschen an, die etwas Neues erfahren möchten, die ihren Konflikten in Zukunft anders begegnen möchten und die ihre persönlichen Ressourcen wieder neu kennen lernen und nutzen lernen möchten. Unser trialogisches Konzept ist ausdrücklich auch an die Angehörigen sowie an therapeutische Einrichtungen gerichtet, um die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis zu fördern und den Blickwinkel durch andere Sichtweise zu erweitern.
 
Der Verein WoGe e.V. arbeitet auf Basis einer wertschätzenden, ressourcenorientierten und entwicklungsfördernden Ausrichtung mit der Zielsetzung, Selbstbefähigung zu fördern. 
 
 
 
- Projekt Helferschulung -
  
Helferschulung:
Für den ersten abgeschlossenen Schritt des Gesamtprojektes wollen wir das Projekt Helfergewinnung und Schulung durchführen. Um unsere Helfer gut für Ihre Aufgabe zu qualifizieren, wollen wir zunächst 4 ganztägige Schulungen durchführen. Dort sollen die Helfer neben den Informationen über die verschiedenen Krankheitsbilder, erfahren, wie sie die Betroffenen unterstützen können und mit welcher Haltung sie ihnen sinnvoll begegnen. Insbesondere sollen die Helfer Techniken vermittelt bekommen, die ihnen helfen mit häufigen krankheitsfördernde Denkmuster (z.B. katastrophisierendes Denken oder argwöhnendes Denken ) umzugehen.
 
Für die Schulungen ist geplant, Vorträgen durch entsprechend erfahrener und qualifizierter Referenten anzubieten und in verschiedenen Übungen und Rollenspielen das Gelernte zu vertiefen. Im Erfahrungsaustausch sollen die Inhalte mit praktischen Beispielen plastischer erfahrbarer gemacht werden.
 
Die Schulungen können wahlweise an zwei Standorten stattfinden. 1. SPZ Köln Ehrenfeld, 2. Anlaufstelle Rheinland Köln Mühlheim. Pro Schulung sollen 2-3  Referenten zur Verfügung stehen, um ein breites Angebot mit verschiedenen Blickwinkeln und unterschiedlichen Zugangsweisen anzubieten.
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